Kinder aus Tschernobyl  

Am 06.April 2000 war es wieder soweit, das Jagdhotel in Seifersdorf an der Talsperre Malter im Erzgebirgsvorland gelegen, hatte wieder, wie schon 1999, Gäste aus Tschernobyl. Die Vorbereitungen zu diesem Besuch wurden durch den IPA-Freund Uwe Haustein (Verbindungsstelle Dresden), dem Inhaber des Jagdhotels, schon Wochen vor dem 06. April, gemeinsam mit dem IPA-Freund Hans-Joachim Gey (Verbindungsstelle Dresden), der Mitglied der Leitung der Landesgruppe Sachsen ist, vorgenommen. Ging es doch darum, diesen Kindern, die sich für einige Wochen in Volkersdorf bei Dresden erholen, etwas besonderes zu bieten.
Am Donnerstag den 06. April 2000 gegen 11: 15 kamen 65 Kinder und ihre Begleiter mit zwei Bussen der Dresdner Verkehrsbetriebe am Hotel an. Begrüßt wurden die Kinder durch den Vizepräsidenten der IPA Deutsche Sektion, Udo Göckeritz. Udo Göckeritz betonte in seiner Begrüßung, dass es den IPA-Freunden eine besondere Freude und ein Bedürfnis ist, den Kindern aus Tschernobyl gegenüber Solidarität zu üben und ihnen erlebnisreiche Tage in Deutschland zu bereiten. An dieser Begegnung mit den Kindern aus Tschernobyl nahmen auch die Mitglieder der Leitung der Landesgruppe Sachsen, Dieter Poschardt und Hans-Joachim Gey und von der Verbindungsstelle Dresden, Karl-Heinz Sobierajski teil.
Ein besonderes Erlebnis hatten die Kinder schon am 02. April 2000 mit dem Besuch des Frühlingskonzertes des Polizeichores Dresden, an dem auch der Polizeichor Frankfurt am Main und das Musikkorps des Bundesgrenzschutzpräsidiums Ost, Sitz Berlin, teilnahmen. Zur Erinnerung konnten den Kindern Fotos vom Konzert überreicht werden.
Nach der Begrüßung gab es erst mal ein deftiges Mittagessen: Gulasch, Klöße und Gemüse sowie Cola ohne Ende. Nach dem Essen kam für die Kinder der Kollege Steffen Binnewerg von der Verkehrspuppenbühne der Polizeidirektion Pirna mit einem Memory-Spiel, Verkehrszeichen-Pärchen erraten. Zum Spaß für die Kinder hatte sich auch noch "Willy", ein kleiner neugieriger Kobold, in eine der Kisten des Puppenspielers versteckt. Der wollte mitspielen und machte immer alles falsch. Für jedes richtig geratene Pärchen der Verkehrszeichen gab es natürlich auch immer einen kleinen Preis.
Nach diesem Ausflug in die Welt der Straßenverkehrszeichen ging es zu Fuß über die Staumauer der Talsperre bis zum Bahnhof Malter. Von hier aus fuhren die Kinder und ihre Betreuer mit der historischen Weißeritztalbahn über Dippoldiswalde und Schmiedeberg zum Endpunkt nach Kipsdorf. In Kipsdorf wurde der Aufenthalt zu einer kleinen Ortsbesichtigung genutzt. Dann ging es mit der Weißeritztalbahn zurück nach Malter.
Im Jagdhotel waren unterdessen die Vorbereitungen für den Grillnachmittag abgeschlossen. Für die Kinder war es eine besondere Freude nun auch noch Bratwürste und Steaks vom Grill zu bekommen. Die Kinder bedankten sich für diesen Tag mit einer selbst gefertigten Zeichnung und einigen russischen Liedern. So ging ein erlebnisreicher Tag für die Kinder aus Tschernobyl im Jagdhotel in Seifersdorf zu ende. Die Kosten für diesen Tag wurden von der Landesgruppe Sachsen übernommen. Der Landesgruppe Sachsen, dem IPA-Freund Uwe Haustein mit seinem Team und allen an der Vorbereitung und Durchführung Beteiligten, nochmals recht herzlich Dank.

Karl-Heinz Sobierajski
IPA-Verbindungsstelle Dresden

Die Kinder aus Tschernobyl überreichen ein selbst gemaltes Bild als Dank für die erlebnisreichen Stunden bei den Freunden der sächsischen IPA an LG-Leiter Udo Göckeritz und IPA-Freund Uwe Haustein

Begrüßung der Kinder durch den Vizepräsidenten der Deutschen Sektion und Landesgruppenleiter Udo Göckeritz