Erinnerung über die Veranstaltung zum 10jährigen Bestehen der Verbindungsstelle Dresden (Dresdner Trichter)

(Der Bericht wurde durch die Verbindungsstelle Salzburg zur Verfügung gestellt)

Dresden zeigte sich wie immer von seiner schönsten und besten Seite.
Als wir am Freitag den 24. Mai 2002 in Dresden ankamen regnete es leider. "Macht euch nichts daraus, den Regen haben wir nur für euch bestellt", sagten uns die Leute der IPA Dresden. "Es werden nur die Fassaden unserer wundervollen Altstadt gewaschen, damit sie im neuen Glanz erstrahlen!" Welch ein Spruch für einen Regentag.
Der Empfang der Gäste fand am Abend im Pulverturm statt. Die Bewirtung erfolgte nach altem sächsischen Brauch. Unter anderem konnte man das Bier aus einem so genannten Kanonenrohr trinken. (Ein Krug mit einem Fassungsvermögen von ca. 1,5 Liter.)
Am nächsten Tag gab es eine ausführliche Stadtführung. Ob die Frauenkirche, das Schloss, die Brühlsche Terrasse, die Semperoper, der Fürstenzug oder der Zwinger, nichts wurde uns enthalten und auf das ausführlichste erklärt.
Am Nachmittag folgte ein Streifgang in Uniform durch die Altstadt. Die verschiedenen Uniformen, ob aus Polen, der Tschechei, aus Österreich oder aus den restlichen deutschen Bundesländern ergaben wirklich ein prächtiges Bild. Zudem unterstützten uns noch 2 Kollegen/innen hoch zu Ross. Während des Rundganges waren wir vermutlich das am meist photographierte Motiv von Dresden.
Aber damit nicht genug, wer noch wollte konnte anschließend die Semperoper besichtigen.
Am Abend fand die Festveranstaltung in den Kasematten unter der Brühlschen Terrasse statt. Diese Veranstaltung verdiente wirklich die Bezeichnung Fest. Nicht nur die Räumlichkeiten der zum Restaurant umgebauten Kasematten, sondern auch die Veranstaltung raubte einem den Atem. Nach dem offiziellen Teil führte uns der Sächsische Kurfürst August der Starke mit seiner geliebten Gräfin Anna Constance Cosel samt Gefolge durch den restlichen Abend. Die Tischgespräche der Beiden und das ausgezeichnete Mahl machten den Abend wirklich kurzweilig. Zum krönenden Abschluss des Abends begleitete uns das edle Paar samt Gefolge durch das nächtliche und festlich beleuchtete Dresden und unterhielten uns mit Geschichten aus ihrer Zeit.

Nach einer kurzen Nacht trafen wir uns alle erneut am Sonntagmorgen am Elbufer um die Veranstaltung gemütlich ausklingen zu lassen. Es gab eine Schifffahrt mit dem ältesten Raddampfer in Dresden. Beim Frühschoppen glitt die herrliche Landschaft mit den alten herrschaftlichen Villen vorbei. Endstation war Pillnitz. Dort befindet sich eines der ehemaligen Lust- und Sommerresidenzen der sächsischen Kurfürsten. Welch ein prachtvoller Anblick. Das Bergpalais und das Wasserpalais sind parallel zur Elbe spiegelbildlich angeordnet. Der Baustil beider Gebäude wird als "Chinoiserie" bezeichnet, da er sich an der Architektur Ostasiens orientiert. Eine große Freitreppe erlaubt den Zugang zum Wasserpalais direkt von der Elbe aus. Im Park des Lustschlosses befindet sich ein Irrgarten der durch Zierhecken gebildet wird. Für eine Besichtigung der Anlage reichte die Zeit leider nicht aus, denn es ging schon wieder Stromabwärts Richtung Dresden.
In Dresden angelangt erfolgte die herzliche Verabschiedung durch die Leute der Verbindungsstelle.

Man kann nach diesem Besuch neuerlich nur die eine Feststellung treffen: "Dresden wir kommen bestimmt wieder".

Dagga Richard