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09.05.2004 fand in der Stadthalle Görlitz ein Benefiz-Konzert anlässlich
des Jubiläums "500 Jahre Heiliges Grab zu Görlitz" statt.
Die Zuhörer in der vollbesetzten Stadthalle erlebten ein Konzert der besonderen
Art: verschiedenen Institutionen, u. a. auch in Zusammenarbeit mit der IPA-Landesgruppe
Sachsen, ist es gelungen, drei exzellente Klangkörper, bestehend aus 120
Polizeimusikern aus der Republik Polen (Wroclaw), der Tschechischen Republik
in Prag und des Freistaates Sachsen in Dresden erstmals in einem solchen großen
Konzert zu vereinigen.
Die Landesgruppe war durch die beiden Sekretäre Matthias Böhme und Michael Schulz mit ihren Frauen vertreten und sie erlebten ein abwechslungsreiches Programm, welches von Beethovens "Ode an die Freude" über Dixieland bis zu Filmmusiken reichte. Auf Grund der hervorragenden Qualität der Darbietungen wurde das Konzert zu einem beeindruckenden Erlebnis für alle Zuhörer. Bleibt zu wünschen übrig, dass ein Konzert dieser drei exzellenten Klangkörper keine Einmaligkeit bleibt.
Für den Erhalt des Heiligen Grabes zu Görlitz kamen bei dem Benefizkonzert immerhin 1400,- EUR zusammen!
Das Heilige
Grab: das ganze Mittelalter hindurch waren die Christen aller Stände und
Völker von der Sehnsucht erfüllt, dem Ort der Kreuzigung und Auferstehung
Jesu Christi möglichst nahe kommen zu können. Wer dazu in der Lage
war, machte sich auf den Weg ins Heilige Land, nach Jerusalem. Und wo es auch
immer ging, schufen Nachbildungen des Heiligen Grabes eine Verbindung zur zentralen
Geschichte des christlichen Glaubens. Das Görlitzer Heilige Grab ist ein
Zeugnis spätmittelalterlicher Frömmigkeit und Landschaftsarchitektur,
das durchaus als Kulturerbe der Menschheit gelten kann. Vor 500 Jahren wurde
es fertiggestellt und führt seidem den Görlitzern und ihren Gästen
vor, wie die Heiligen Stätten im mittelalterlichen Jerusalem angelegt waren.
Es ist der Ort zum Schweigen und Beten, zum Betrachten und Staunen.
Zwischen 1481-1504 entstand außerhalb der Nikolaivorstadt der einzigartige
Komplex des Heiligen Grabes. Seine drei Kapellen sind in einen Landschaftsgarten
eingebettet, der die Topographie Jerusalems mit Via Dolorosa, Golgatha, Kidrontal,
Jüngerwiese und Ölberg nachzeichnet. Die Heiliggrab-Kapelle folgt
als verkleinerte Kopie dem Grab Christis in seiner mittelalterlichen Gestalt.